Ihr Schulungsanspruch in der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV)

Um die Tätigkeit als JAV-Mitglied richtig ausüben zu können, ist in der Praxis anwendbares Wissen notwendig. Dieses Fachwissen vermitteln wir in unseren Seminaren. Für die Seminarteilnahme sind nachfolgend aufgeführten gesetzlichen Ansprüche und Voraussetzungen zu beachten.

JAV-Mitglieder haben einen rechtlichen Anspruch auf die Teilnahme an Seminaren – das steht im Gesetz: § 37 Abs.6 i.V.m § 65 Abs.1 BetrVG bzw. im öffentlichen Dienst § 62 Satz 1 i.V.m. § 46 Abs.6 und § 44 Abs.1 BPersVG und in den Vorschriften aus den LPersVG. Allerdings müssen die im Seminar gelehrten Kenntnisse für die Arbeit im Gremium erforderlich sein. Zwei Bedingungen müssen erfüllt werden:

  1. Der vermittelte Seminarinhalt ist für die Bewältigung der Aufgaben der JAV notwendig.
  2. Das teilnehmende JAV-Mitglied hat noch keine oder ungenügende Kenntnisse des Themas.

Alle Grundlagenseminare sind erforderlich, sollte das Wissen beim Teilnehmer noch nicht vorhanden sein. Für die Teilnahme an einem Schwerpunkt- oder Wahlseminar muss ein aktueller oder abzusehender Anlass vorliegen. Nur dann ist die Seminarteilnahme erforderlich. Das gilt übrigens auch für die Seminare „Für alle Arbeitnehmervertreter“, Auf den nachfolgenden Seiten sind die speziellen, arbeitsrechtlichen Themen, Rhetorik, Konfliktmanagement sowie Teambildung aufgelistet.

Das Recht auf Seminarteilnahme besteht auch als Ersatzmitglied, sofern eine Mitarbeit öfter und zukünftig im Gremium vorliegt (BAG vom 19.9.2001 – 7 ABR 32/00). Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) selbst kann allerdings gegenüber dem Arbeitgeber keine wirksamen Beschlüsse fassen. Das ist Aufgabe des Betriebs- bzw. Personalrats. Dennoch darf die Jugend- und Auszubildendenvertretung mitentscheiden, wer aus dem Gremium zu welchem Seminar gehen soll. Ein direktes Gespräch mit den Vorsitzenden und Mitgliedern von Betriebsrat oder Personalrat ist immer von Vorteil.

Freistellung und Kostenübernahme durch den Arbeitgeber

Neben dem Anspruch auf Schulungen besteht für den Zeitraum der Schulung ein Anspruch auf Freistellung von der Arbeit. Außerdem gibt es einen Ausgleichsanspruch, sollte das Seminar außerhalb der Arbeitszeit stattfinden. Die Kosten für die Seminarteilnahme muss der Arbeitgeber übernehmen: zum Einen, indem er während der Schulung weiterhin Lohn zahlt, zum Anderen, indem er die Seminargebühr, Tagungspauschale und Fahrtkosten bezahlt.

Diese Punkte sind zu beachten:
  • Beschlussfassung zur Seminarteilnahme in einer Sitzung der JAV mit ordnungsgemäßer Protokollierung.
  • Zügiges Informieren von Betriebs- bzw. Personalrat. Je eher, desto besser.
  • Beschlussfassung durch Betriebs- und Personalrat über den Seminarbesuch der JAV. Nachfragen, wenn es zu lange dauert!
  • Fristgemäße Weitergabe des Beschlusses an den Arbeitgeber.
  • Den Arbeitgeber informieren über Seminar-Teilnehmer, -Zeitpunkt, -Kosten und -Inhalte. Außerdem ist die Erforderlichkeit kurz zu erklären.

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